Gewöhnung an Schmerz

Erbsen

Gewöhnung an Schmerz

Lange habe ich über den Titel dieses Artikels nachgedacht. Dein Körper und die Schmerzen, Schmerzgewöhnung, kann man sich an Schläge gewöhnen, wie reagiert der Körper auf Schmerzen.

Doch nichts trifft es irgendwie richtig…

Worum es hier nicht geht

Alle meine eifrigen Leser denken jetzt sicher: Ach die alte Leier… Kann eine Nicht-Masochistin über Zeit an Schmerz gewöhnt werden? Lernen ihn erst zu tolerieren, dann zu akzeptieren und ihn später gar zu lieben?

Falsch gedacht. Dieser Artikel hat einen anderen Sinn und Zweck. Und ganz ehrlich. Über das eben genannte Thema gibt es auf meinem Blog bestimmt schon genug zu lesen. Ganz besonders unter der Rubrik Ausbildung.

Worum geht es denn eigentlich?!

Nun mögt ihr euch fragen: Worum geht es denn eigentlich bei der Gewöhnung an Schmerz?

Kurze Vorgeschichte hierzu. Mir wurde neulich ein Thema wieder in Erinnerung gerufen, was mir eigentlich schon seit Jahren bekannt sein sollte – ich jedoch bisher immer gekonnt ignoriert oder einfach verdrängt habe.

Direkt nach meinem Wochenende bei den Ärzten fragte mich eine Freundin eine bestimmte Sache. Und dabei fiel mir ein, dass sie mir genau die gleiche Frage schon einmal vor mindestens fünf Jahren gestellt hatte.

Damals dachte ich noch sie spinnt total. Denn die Frage war, ob meine Haut von Schlägen noch den normalen Verlauf hätte. Also von tief Blau, oder Lila, langsam zu Rot, Gelb oder ob sich mein Körper mittlerweile schon an solch eine Behandlung gewöhnt hätte.

Großartig darüber nachgedacht habe ich damals nicht. Denn ich war ja auch noch ganz neu bei Herrin D. Quasi gerade angekommen und aufgenommen.

Aber ich weiß noch, dass ich dachte, sie spinnt. Ich glaubte nicht, dass sich unsere Körper jemals an so etwas gewöhnen könnte.

Und heutzutage?

Dies war das erste und auch das letzte Mal, dass ich wirklich über die Gewöhnung an Schmerz nachdachte. Bis heute, genau zwei Tage nach meiner Rückkehr vom Wochenende beim Ärzte Ehepaar.

Sofort rannte ich ins Badezimmer und zog mich komplett aus. Währenddessen dachte ich darüber nach, dass ich das Wochenende wirklich heftige Hiebe genossen habe. Viel heftiger als vor fünf Jahren. Über die letzten zwei Tage habe ich das aber gar nicht so wahrgenommen, weil sich mein Körper einfach daran gewöhnt hat und ich viel mehr aushalte und einstecken kann wie früher.

Aber dies ist ja wieder ein ganz anderes Thema. Die wirklich interessante Frage ist nun, ob sich auch mein Körper, also meine Haut daran gewöhnt hat, ohne dass ich es mitbekommen habe und ob meine Spuren heute anders aussehen durch eine Art von: Gewöhnung an Schmerz?!

Gewöhnung an Schmerz
Gewöhnung an Schmerz

Urteilt selbst, aber ich denke: Ja eindeutig. Ich habe vielleicht auch ein schlechtes Beispiel von früher herausgesucht. Das alte Bild ist erst nach vier oder fünf Tagen entstanden. Wer sich damit auskennt, erkennt dies auch deutlich. Die Spuren sind bereits abgeschwächt und hatten erst nach so vielen Tagen die gleiche Färbung wie heute nach zwei Tagen. Das Stadium von Lila oder Blau Schwarz habe ich anscheinend komplett übersprungen.

Leider habe ich diesmal vergessen am ersten Tag danach zu kontrollieren. Das wird das nächste Mal aber ganz sicher passieren!

Auf jede Fall habe ich durch diese kleine, simple Frage mal wieder eine Menge über mich selbst und meinen Körper gelernt.



Danke fürs Lesen and please cum again.

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redSubmarine{D|A}

4 Gedanken zu „Gewöhnung an Schmerz“

  1. Da hat aber jemand recht kräftig zugeschlagen. Sicher noch nach Wochen sichtbar. Aber wenn man schmerzgeil ist, ist das gleichbedeutend mit Erlösung.

    1. Ich halte mich eigentlich eher nur für leicht masochistisch. Du darfst nicht vergessen, dass beide Spuren über mehrere Tage entstanden sind. Es ist dann eher die Regelmäßigkeit, die dauerhafte Belastung, die Spuren hinterlässt. Aber – nach und nach weniger.

  2. Hallo meine Liebe,

    ich hoffe es geht dir gut. Ich vermisse hier deine regelmäßigen gut durchdachten Einträge.
    LG

    1. Vielen Dank. Das Problem ist, dass ich mehrere Artikel in der Mache habe und dann nie beenden konnte, weil irgend etwas fehlt. Der Neuste ist fast fertig, aber der ist so lang, dass ich überlege ihn vorher noch in zwei Teile zu splitten. Aber bald kommt etwas.

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