Mein 29. Geburtstag

Mein 29. Geburtstag

Birthday Girl Und wieder ist ein Jahr vorbei… Heute ist mein Geburtstag. Ich verrate jetzt nicht wie alt ich genau werde. Irgendwas zwischen 20- und 30 muss reichen. Aber seid euch sicher, ich bin noch weit unter 30 – und damit meine ich auch nicht 29!

Die regelmäßigen Leser meines Blogs mögen sich erinnern. So, oder so ähnlich habe ich meinen letzten Geburtstag beschrieben.
Ich gebe zu, mein ursprünglicher Titel war anders. Aber ich denke ich bin nun so weit gereift, mich nicht mehr für mein Alter zu schämen…

Geplant oder ungeplant?

Nichts ahnend und nichts planend trottete ich die letzten Woche auf meinen 29. Geburtstag zu. Allgemein und auch SM technisch waren die letzten Wochen eher ruhig gewesen.

Um etwas vorzugreifen. Nun im Nachhinein, nach langer Analyse meinte meine Freundin aus Belgien, die doch sehr viel und sehr intensive Erfahrung im BDSM Bereich hat, dass dies vielleicht beabsichtigt war, um mich in der richtigen Erregung zu halten. Auch will ich es nicht verfälschen. Deshalb zeige ich euch einfach, was sie exakt gesagt hat:

Seid versichert, nichts war geplant. Deshalb begann ich den Tag, wie jeden anderen Tag auch und erfuhr von meiner Mutter, dass gegen 15 Uhr meine Schwester mit Freund zu besuch käme, meine Oma und evtl. noch meine Tante.

Deshalb stellte ich mich genau darauf ein, oder eher nicht, legte mich wieder ins Bett und stellte mir den Wecker auf 14:45 – genug Zeit um mich für die (langweilige) Familie fertig zu machen.

Mein Tag mit der Familie

Pünktlich um 14:45 Uhr werde ich von meinem iPhone unsanft aus der Träumen gerissen. Wer sich nun wundert – dies ist eine relativ normale Zeit für mich aufzustehen, da ich meist erst gegen 15 Uhr anfange zu arbeiten. Fragt dafür bitte nicht wie lange am Abend. Auch meine Familie weiß das und stellt es nicht in Frage.

Als nächstes gehe ich notdürftig Katzenwäsche machen (keinen Bock zu duschen) und ziehe mir kurze Hose und ein altes T-Shirt an. Währenddessen höre ich schon die Klingel und als ich fertig bin begebe ich mich langsam ins Wohnzimmer.

Dort werde ich natürlich von alles Seiten umarmt und stelle fest, dass nicht nur meine Tante sondern auch mein Cousin mit im Haus waren. Wie immer bekomme ich meine Benjamin Blümchen Torte und, was viel wichtiger ist, den starken Kaffee meiner Mutter.

Sie haben es wirklich irgendwie geschafft, 29 Kerzen auf der winzigen Torte unterzubringen. Wobei ich auch sehe, dass die ersten, die sie angezündet haben, fast abgebrannt waren. Es muss Ewigkeiten gedauert haben.

Ein Hauch von mir, alle sind gespannt. Und ich enttäusche nicht. Alle Kerzen sind aus. Blasen kann ich, denke ich mir so und muss schmunzeln.

Blasen kannst du, flüstert mir meine Schwester ins Ohr. Ich muss grinsen. Wenn sie nur wüsste, was ich sonst noch so kann.

Die ungeplante Erlösung

Meine Tante fragt nach meiner Ausbildung. Ich bin noch so müde, dass ich gar nicht verstehe, dass es um meine Berufsausbildung geht und antworte, ohne zu überlegen, dass man nach fünf Jahren auch erwarten kann, dass ich endlich fertig bin.

Alle schweigen bis meine Mutter letztendlich sagt, dass ich doch erst im ersten Jahr bin und noch lange nicht fertig. Ich rede mich gekonnt hinaus mit den Worten: Läuft aber bislang alles gut…  Oh man…

Nun werde ich langsam wach und freue mich über die 200€ von meiner Mutter, das verpackte Geschenk von meiner Schwester und den Kalender der guten Hausfrau von meiner Tante. Mein Cousin hat – nun er liebt Kaffee und Kuchen. Geht in Ordnung für mich 🙂

Nun bin ich langsam so wach, dass ich das erste Mal am Tag auf die Idee komme, auf mein Handy zu gucken. Ich verspreche, dies ist das letzte Mal für diesen Bericht, dass ich euch mit einer SMS nerve – oder besser gesagt, einer iMessage. Aber sie ist sehr wichtig für den weiteren Verlauf meines 29. Geburtstages:

Mein 29. Geburtstag
Mein 29. Geburtstag
Panik

Zwar war noch viel Zeit bis 18 Uhr, aber irgendwie rief diese spät gesehene Nachricht eine Art innere Panik in mir hervor. Panik ist vielleicht das falsche Wort. Vielleicht meine ich eher Aufregung?

Ich muss kurz auf die Toilette. Bedeutet, nun doch nochmal richtig duschen, mit Deo und hinterher am ganzen Körper rasieren. Meine arme Familie. Ich habe sie bestimmt eine halbe Stunde allein gelassen. Da nur ein Kleidungsstück erwünscht ist, habe ich hinterher mein schlichtes schwarzes Minikleid angezogen, und nichts weiter.

Kaum wieder im Wohnzimmer, bei meinem zweiten Kaffee, betrachte ich die Nachricht noch einmal genauer. Das wir macht mich nervös und ich frage mich, wer alles dabei sein wird. Und wobei überhaupt genau. Doch diese Frage stelle ich mich nicht mehr wirklich. Ich habe eine gewisse Ahnung, was mich erwartet.

Mein 29. Geburtstag und ich fühle irgendwie dass ich meine Familie gerade enttäusche. Nicht meine Absicht, wirklich nicht. Aber ich bin aufgeregt und mit meinen Gedanken gerade ganz wo anders – beantworte Fragen die mir gestellt werden wahrscheinlich wie ein Roboter und kann mich nicht wirklich konzentrieren.

Vorgedehnt

Nach meinem zweiten Kaffee fällt mir ein, ich soll vorgedehnt erscheinen. Verdammt, das habe ich eben völlig vergessen und verabschiede mich nochmal auf die Toilette. Ein Plug ist schnell gefunden, doch es wurden zwei erwähnt. Ich überlege kurz einen Aufblasbaren für vorne zu benutzen, doch unter dem Minikleid schwer zu verstecken. Wenn Plug erwähnt wird, nehme ich für vorne einfach einen größeren. Problem gelöst. Und ruck zuck bin ich wieder im Wohnzimmer bei meiner Familie.

Doch wahrscheinlich bin ich mehr mit meinem Handy beschäftigt, als mit meiner Familie. Eine absolute Unsitte, die ich selber hasse. Doch dies ist eine Ausnahme. Wieder und wieder lese ich mir die iMessage durch, um ja nichts zu vergessen. Also remember, dieses Mal mein Kleid vor der Wohnungstür anlassen. Hohe Schuhe und nur ein Kleidungsstück habe ich bereits an – check.

Meine Schwester greift mich an der Hand und sagt, komm mal kurz mit und führt mich aus dem Zimmer. Sie zieht ihr Jäckchen aus, zieht es mir an. Ich weiß gar nicht was los ist, bis sie zu mir sagt: Keine Ahnung was los ist, aber deine Nippel stehen mega. Muss ja nicht jeder mitbekommen. Das stimmt und ich bin ihr sehr dankbar dafür.

Endlich bin ich zum dritten Mal wieder da, doppelt gestopft und gut vorbereitet für den weiteren Tag, da klingelt mein Telefon. Normal ist mir das völlig egal, doch ich sehe, es ist Herrin D.

Die Herrin ruft an

Natürlich gehe ich sofort ans Telefon und entschuldige mich sofort mit den Worten, dass ich gerade bei meiner Familie bin, noch bevor sie ein Wort sagen kann. Ich stehe auf, und mache mich auf den Weg in meiner Zimmer.

Doch sie sagt, und genau dort bist du richtig. Also setze ich mich wieder hin und entschuldige mich bei meiner Familie mit den Worten: Ist meine Chefin, was noch nicht einmal richtig gelogen ist.

Sie begrüßt mich mit den Worten: Das erste Mal in wieviel, sechs Jahren, dass ich nicht bei deinem Geburtstag dabei sein werde?

Das stimmt.

Mir geht es zur Zeit nicht besonders gut, aber ich habe natürlich an dich gedacht und weiß auch, dass heute noch etwas besonderes für dich geplant ist. 

Ja ich weiß, gegen 18 Uhr habe ich heute noch eine Verabredung.

Sie weiß und ich weiß, dass ich gerade eine Art Codesprache benutze, da ich nicht alleine bin. Vielleicht ist es ein Test, vielleicht will sie sehen, wie ich mich vor meiner Familie verhalte.

Genauer gesagt, 18:18 Uhr. Hast du eine bestimmte Kleiderordnung bekommen?

Die Frage ist schon heftiger. Doch ich rede mich gut heraus:
Ja, ich werde mein schwarzes Minikleid tragen und hohe Schuhe.

Puuuh – nochmal gut heraus geredet…

Ist das alles?

Naja  *überleg* Vorne und Hinten das Übliche…

Sie lacht und sagt, dass sie weiß, dass ich gerade bei der Familie bin und trotzdem versuche, so gut wie möglich zu antworten.

Vorne also auch, das ist aber nicht üblich, oder?

Ja das stimmt. Und da ich weiß, dass sie nicht locker lassen wird füge ich noch hinzu: Ich denke, auch dort kommt noch etwas besonderes auf mich zu – heute. Also von vorn.

Du musst jetzt nicht antworten. Aber du meinst deine Fotze? Und wie nennen wir diese Öffnung üblicherweise?

Ja genau. Ich überlege. Ich denke auch, dass an dieser Stelle noch etwas auf mich zukommen wird. Also dort, was normalerweise die meiste Benutzung erfährt. Bei mir ist das natürlich anders!

Ich weiß. Zwar werde ich heute nicht anwesend sein, aber ich habe dir etwas zukommen lassen. Und nun viel Spaß noch mit deiner Familie. Zum Abschluss noch eine kleine Frage.

Ja Chefin?

Wird es hinterher einen Bericht geben und meine letzte Frage an dich heute lautet: Status?

Ja natürlich wird es den geben, wenn Sie es wünschen.

Und wie gemein, nur Insider werden diese Frage nun verstehen. Die Frage Status, oft vor, während oder nach einer Session gestellt, bedeutet die Frage nach meinem Körper oder nach dem Grad meiner Erregung.

Meine Schwester ist schon gerade mit mir deswegen hinaus gegangen. Ich denke ich bin auf 90 Prozent. 

Genieß deinen Geburtstag! Und zum Abschluss keine direkte Frage, sondern eher eine Hoffnung. Nächstes Jahr, zum runden Geburtstag, wie stellst du dir das vor, wo wirst du dann sein? Wir beide hoffen doch wohl sehr viel weiter als heute, trotz der normalen Ausbildung?

Das ist eine gute Frage. Und ich kann hier nur sagen, jetzt wo Sie es sagen: Oh Ja! Ich werde berichten und freue mich auf heute Abend.

La Familia

Ein seltsames Gespräch. Und das erste Mal vor meiner Familie. Und auch wenn ich die Situation mit der Codesprache vermeintlich gut gemeistert habe, habe ich doch den faden Beigeschmack des schlechten Gewissens, einfach nicht ehrlich gewesen zu sein. Wahrscheinlich ist dies so beabsichtigt. Ich weiß es nicht. Vielleicht ist dies ein Test, vielleicht auch nur eine Anregung für eine deutliche Steigerung für meinen nächsten, runden Geburtstag?!

Ich habe keine Ahnung, wirklich nicht, aber heute, am 29. war ich anscheinend noch nicht bereit für die volle Wahrheit. Ich weiß ja noch nicht einmal, ob dies gewollt oder beabsichtigt war. Aber diese Frage ruft auch eine Art Spannung in mir auf. Ist dies alles so beabsichtigt? Ich habe keine Ahnung – aber selbst jetzt wo die Herrin nicht mehr dauerhaft präsent ist, ruft sie noch Fragen, Ängste und Zweifel auf – schon beeindruckend. Und was ist das bloß für ein Geschenk, von dem sie redete…

18:00 Uhr

Mein Handy vibriert, ich springe auf und verabschiede mich mit den Worten, dass ich noch mit Freunden verabredet sei. Meine Schwester begleitet mich hinaus und nimmt mir ihr Jäckchen ab. Ich weiß, ich brauche 15 Minuten zu Herrn A. also habe ich noch ganze drei Minuten.
Meine Schwester sagt leise zu mir, sie kann sich schon denken was los ist und gibt mir einen Kuss auf die Wange. Sie streift mir über meinen linken Nippel, der immer noch steht, grinst und wünscht mir viel Spaß.

Ich weiß nicht, wie ich reagieren soll, und denke nochmal über alles nach. Viel Zeit bleit ja nicht mehr. Die Kleiderordnung und alles ist klar. Auch überlege ich noch schnell eine Handtasche und Zigaretten zu suchen (die ich nur in Extremsituation rauche, zum Beispiel in TPE), verwerfe den Gedanken jedoch und mache mich auf den Weg zu Herrn A.

(Weiter geht es in Teil 2. Diesen Artikel habe ich unter Allgemein und Ausbildung gepostet, weil ich der Meinung bin, dass ich an meinem 29. Geburtstag doch sehr viel dazugelernt habe – besonders über mich selbst).

 

 

 



Danke fürs Lesen and please cum again.

Falls du Zweifel am Inhalt oder Fragen hast, so hinterlasse mir bitte einen Kommentar, lies mein FAQ oder schreib mich direkt an.

Falls dir mein Blog gefällt kannst du mir gern eine Kleinigkeit von Amazon kaufen.

redSubmarine{D|A}

2 Gedanken zu „Mein 29. Geburtstag“

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.