Die Spur zurück

Die Spur zurück

Es ist ein sonderbares Gefühl, wenn andere auf dein früheres Ich blicken. Wenn du nicht selbst entscheidest, was du erzählst, sondern beobachtest, wie Dinge über dich zutage kommen. Wie alte Wege noch einmal begangen werden, aber diesmal von anderen Füßen. So, wie es mein neues Leben verlangt, als angehende Sklavin.

Beweise meines Gehorsams

Herr Doktor und Frau Doktor haben begonnen, meine Vergangenheit zu prüfen. Nicht im strafenden Sinn, nicht als Verhör – sondern wie ein Geologe, der mit feinen Instrumenten die Tiefe eines Gesteins auslotet. Sie wollen wissen, wer ich war, was ich gelernt habe und wie ich gehorcht habe, bevor ich ihnen gehörte. Und vor allem: ob ich immer die Wahrheit erzählt habe.

Ich hatte mich darauf nicht vorbereitet und dachte, ich müsste mich jetzt beweisen, im Heute. Mit meinem Körper, meinem Gehorsam, meiner Bereitschaft, loszulassen. Doch die Herrschaften wollen mehr. Sie wollen wissen, wie tief ich wirklich schon geformt wurde – von früheren Herrschaften, von der Zeit, von mir selbst.

Und nun wird meine Vergangenheit Schicht für Schicht freigelegt. Herrin D. hat wohl mit Frau Doktor gesprochen. Ich weiß es nicht sicher, aber als beiläufig erwähnt wurde, wie selbstverständlich ich mich schon damals zu Hause nicht nur nackt, sondern vollständig ausgestattet bewegte, wusste ich: Die Details interessieren und zählen anscheinend.

Denn ja – ich war nackt. Aber eben nicht einfach nackt. Ich trug mein Halsband, meine Handfesseln, meine Fußfesseln. Der Plug war Standard – nicht zur Strafe, sondern zur Erinnerung. Und fast immer trug ich Schuhe. Diese kleinen Details machen aus einem nackten Körper einen gekennzeichneten. Man fühlt sich nicht nackt, wenn man festgelegt ist. Wenn jede Bewegung leise klirrt. Wenn man beim Gehen spürt, dass in einem etwas steckt, das man nicht selbst einsetzen durfte. Kleidung kann verbergen – aber so nackt, so gebunden zu sein, hat mich sichtbar gemacht. Auch für mich selbst.

Jetzt wird all das betrachtet. Analysiert. Nicht mit Argwohn, sondern mit Neugier. Ich weiß, dass Frau Doktor sich alte Aufzeichnungen anschaut – private Aufnahmen, die ich damals für niemanden gemacht habe. Nur für mich. Ich hatte eine Kamera aufgestellt und einfach aufgenommen: wie ich am Computer saß, nackt, ausgestattet, die Beine ordentlich geschlossen. Wie ich mitten in der Nacht aufstand, um die Sklavenpositionen zu üben – einfach so, aus einem inneren Drang heraus. Wie ich mich nackt auf dem Balkon präsentierte, als wollte ich mir selbst beweisen, dass ich nichts mehr zu verlieren habe. Oder wie ich eine halbe Stunde lang in Position ausharrte, ohne Befehl, nur um meinem eigenen Gehorsam etwas Körper zu geben.

Diese Bilder und Videos sagen mehr über mich als jedes Gespräch. Sie zeigen nicht nur, wie ich funktioniere – sie zeigen, dass ich dieses Leben wirklich gewählt habe. Und dass ich es auch dann lebe, wenn niemand da ist, der es fordert.
Und hierbei sprechen wir noch nicht einmal über die Aufnahmen die Herrin D. und Herr A. über die letzten 15 Jahre von mir gemacht haben…

Apropos Herr A. Er wird mit Sicherheit einbezogen. Seine Rolle war nie spektakulär. Aber entscheidend. Er hat mir beigebracht, Schmerz nicht nur zu ertragen, sondern zu übersetzen. In Demut, Lust und in Dankbarkeit. Ich habe bei ihm gelernt, dass Schreien keine Schwäche ist, sondern eine Form der Übergabe. Dass man in Tränen nicht zerbricht, sondern weich wird. Und dass das, was man anfangs nur für den anderen erträgt, irgendwann ein Teil von einem selbst wird.

Diese Spur, die ich nun zurückverfolge – oder besser gesagt: die sie zurückverfolgen – ist keine einfache Kette von Ereignissen. Es ist ein innerer Weg, der sich in meinen Körper eingeschrieben hat. Und je mehr die Herrschaften erfahren, je mehr sie mitbekommen von dem, was ich war, desto klarer wird: Ich bin nicht erst seit Kurzem so. Ich bin schon lange auf diesem Weg. Ich war nicht plötzlich bereit – ich wurde vorbereitet. Über Jahre.

Ich weiß nicht, was Frau Doktor in den Dokumenten sehen wird. Oder was Herr Doktor aus den Gesprächen mit früheren Weg-Begleitern herauslesen wird. Ich weiß nur: Ich habe mich nie versteckt. Ich war immer echt. Und wenn sie mir glauben, dass ich nicht erst angefangen habe zu gehorchen, als jemand zusah – dann haben sie die Wahrheit über mich verstanden.

Ich bin kein Spielzeug, das darauf wartet, benutzt zu werden. Ich bin ein Wesen, das schon lange lebt, was andere vielleicht erst träumen. Und wenn meine Spur zurückführt, dann hoffentlich nur zu einem Ort: dem Punkt, an dem ich endlich ganz ihnen gehöre.

Widmung

An meine treuen Leser –

ihr begleitet mich auf einem Weg, den ich nie leichtfertig betreten habe. Eure stille Aufmerksamkeit, eure Geduld mit meinem Zögern und euer Respekt vor meiner Hingabe bedeuten mir mehr, als Worte je sagen könnten.

Dieser Text ist für euch – und für alle, die verstehen, dass das Leben als Sklavin nicht in lauten Momenten stattfindet, sondern in den stillen, gelebten Sekunden, wenn niemand hinsieht.

Danke, dass ihr mir dabei zuseht. Und zuhört.

Ich selbst bin sehr gespannt auf das Ergebnis meiner Begutachtung und werde Euch mit Sicherheit davon berichten!

 



Danke fürs Lesen and please cum again.

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redSubmarine{D|A}

4 Gedanken zu „Die Spur zurück“

  1. Hey, ich lese schon lange deine Website aber habe noch nie etwas kommentiert. Jetzt aber schon!
    Ich finde die Idee von deinen neuen Ausbildern absolut genial. Weil du kannst uns ja hier viel erzählen. Tut mir leid. Ich wollte damit nicht sagen, dass ich dir nicht glaube. Aber ich finde diese wirkliche Überprüfung deiner Vergangenheit richtig gut.
    Und ich bin sehr gespannt auf das Ergebnis. Irgendwie wäre es auch toll, wenn wir direkte Fragen an Herrin D., Herrn A. Oder die beiden Doktoren stellen könnten. Ich verstehe aber auch, wenn das nicht möglich ist.
    Bitte lass uns nicht allzu lange auf die Analyse deiner Vergangenheit warten

  2. Hallo Sklavin Redsubmarine,

    danke für diesen aufschlussreichen Artikel über sich und den neuen Eigentümern.
    Ich vermute das die beiden alles über Ihren Werdegang wissen wollen, um Sie dann völlig zu brechen und offen zu legen. Wissen wollen, wo sie genau ansetzen müssen um das zu erreichen. Eine völlig offene Redsubmmarine, die keine Geheimnisse mehr hat. Alles ist bekannt und nur so kann man sie wieder nach den Wünschen der neuen Eigentümer „zusammensetzen“. Die Sklavin nach Ihren Wünschen neu konditionieren. Zumindest ist es das, was ich über Debris bisher weiß.
    Ich weiß immer nicht, ob ich darauf neidisch sein soll, oder es mir doch mehr Angst machen würde diesen Schritt zu gehen.
    Ich habe da noch zwei Fragen.
    Haben Sie sich den beiden als wirklich feste Sklavin angeboten, oder wurden Sie von den beiden diesbezüglich gefragt?
    Wird es einen festgelegten Tag des Beginns der völligen Versklavung geben?

    Alles Liebe und Gute weiterhin
    nicole

  3. Aus Neugier wieder einmal auf deiner Seite und ich war erstaunt, dass wieder Berichte zu lesen sind. Ich freue mich sehr darüber. Gerne lese ich weitere Erzählungen wie es dir auf deinem weiteren Lebensweg (als Sklavin) ergeht und ergehen wird.
    Beste Grüsse Beat, selbst als Sklave gehalten.

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