Das Wasser und ich
Ich bin anscheinend in einer Zeit großgeworden, in der Schwimmen kein großes Thema war. Zumindest erinnere ich mich nicht, dass wir in der Grundschule oft schwimmen waren. Vielleicht lag es an der Schule. Vielleicht auch an mir. Jedenfalls kann ich schwimmen – irgendwie. Aber ich tue es schlecht. Langsam. Unkoordiniert. Ich bewege mich im Wasser wie ein Mensch, der gerade erst entdeckt hat, dass Wasser trägt. Die Technik fehlt mir. Das Selbstverständnis auch.
Dennoch dient dieser Artikel eigentlich nur als Vorbereitung für meinen nächsten Artikel. Dennoch ist es auch ein kleines Outing für mich. Denn solche Geheimnisse preiszugeben ist manchmal intimer, als einfach nur Haut zu zeigen…
Das Wasser und ich
Es ist ein merkwürdiger Widerspruch, den ich erst jetzt richtig sehe. Ich bin extrem gut ausgebildet als Zofe, habe kaum noch Hemmungen vor Gleichgesinnten – und trotzdem gibt es im sogenannten „normalen“ Leben noch viele Unsicherheiten. In der Öffentlichkeit, im Kontakt mit Fremden, beim Thema Körper und Nacktheit. Es ist fast, als würde sich da eine andere Version von mir melden – klein, verunsichert, beschämt. Und wie so oft kommt das Leben – oder in meinem Fall die Ausbildung – genau dann mit einer Lektion um die Ecke, wenn ich sie eigentlich nicht erwartet habe.
Es begann mit einem einfachen Satz von jemand, den ich erst seit kurzem kenne: Schwimmen wäre gut für den ganzen Körper. Meine Beine, meine Oberschenkel – keine Frage, sie sind durch meine tägliche Arbeit gut trainiert. Ich laufe oft bis zu 16 Kilometer am Tag. Aber der Oberkörper? Die Haltung? Die Ausdauer? Da war offensichtlich Luft nach oben. Die Ärzte haben das Gespräch mitbekommen. Und damit nahm alles seinen Lauf.
Ich hatte keinen Badeanzug. Natürlich nicht. Ich hatte ja auch keinen Grund gehabt, einen zu besitzen. Und so kam es, wie es kommen musste: Frau Doktor war mit mir einkaufen. Es war kein freundlicher Shoppingausflug. Es war Teil der Ausbildung. Der Badeanzug musste eng sitzen. Keine Rüschen. Kein Spielraum. Die Brüste sollten sichtbar bleiben, der Stoff zwischen den Beinen musste stramm anliegen. Ich habe mich geschämt. Und ich wusste, dass es gut war, dass ich mich geschämt habe.
Veränderungen
Seitdem gehen wir regelmäßig schwimmen. Manchmal begleiten sie mich, manchmal werde ich alleine geschickt. Es geht nicht nur darum, die Technik zu lernen – auch wenn das natürlich dazugehört. Es geht um Haltung. Um Präsenz. Um Kontrolle. Und vor allem geht es darum, Scham zu verlieren – im Angesicht normaler Menschen. Keine Klinik. Kein sicherer Rahmen. Kein devoter Kontext und auch kein extra dafür vorgesehenes Spielzimmer. Sondern ich, im Wasser, umgeben von anderen Körpern, Blicken, Gesprächen. Und ich merke, wie sehr mich genau das fordert. Und wie wichtig es ist.
Im Nachhinein: Vielen Dank an das Oktobermädchen. Du hast etwas angestoßen, das mich weiterbringt. Ich merke, wie ich mich verändere. Langsam, aber spürbar. Vielleicht werde ich nie elegant durchs Wasser gleiten. Aber ich lerne, mich zu zeigen. Zu bestehen. Mich nicht zu verstecken. Und genau darum geht es.

Der Körper wird sich fügen. Der Kopf muss es lernen. Und ich? Ich schwimme. In jeglicher Hinsicht.
Danke fürs Lesen and please cum again.
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redSubmarine{D|A}

Liebe RedSubmarine
Interessant dass es Dir im Badeanzug unwohl ist oder war? Dabei bist du ja wie viele andere beim Schwimmen immer noch angezogen.
Zudem darfst Du sehr dankbar sein, dass Frau Doktor Dir einen einfachen, gut sitzenden, „schwarzen“ Badeanzug gekauft hat. Er könnte ja weiss und blickfurchlässig sein, oder aus Latex.
Zum Beispiel hat meine Ehe-Sklavin mehrere verschiedene Badeanzüge. Natürlich sind alle sehr körperbetont und eng geschnitten oder sind eine Kleidergrösse zu klein. 😉 Alles nur fürs Auge!
Meine Favoriten und die von ihr gehassten Badeanzüge sind der weisse (wenn nass durchsichtig), sowie der schwarze und pinke Badeanzug aus Latex.
So wie ich, lieben auch die anderen Männer, einen solchen Anblick meiner Sklavin oder von Dir im geilen Badeanzug. Jedenfalls sind immer Blicke garantiert.
Herzlichst
Sir Andi
Hallo Red
was ich an dem Beitrag so bemerkenswert finde, ist nicht, ob der Badeanzug etwas zu eng sitzt oder nicht.
Ich ziehe meinen Hut davor, dass Sie hier offen über eine wirkliche Schwäche berichten. Sie können einfach nicht gut schwimmen. Eine Frau, die sonst das Sub sein perfekt beherrscht, gibt hier einen Schwachpunkt offen zu.
Ich vermute, dass diese Offenheit schon mit Ihren zukünftigen Eigentümern, den Doktoren zu tun hat.
Liebe Grüße
nicole