Das Halsband

Halsband

Das Halsband

Die liebe Lola hat mich gebeten, doch mal einen Artikel über das Halsband allgemein zu schreiben: Bedeutung, Funktionsweise, Sinn- und Zweck, aber auch Material und ob man es sich selber kaufen darf oder sollte.

Sie hat vollkommen Recht. So ein Artikel sollte unter meiner Rubrik Ausbildung nicht fehlen.

Allgemein

Ein traditionelles Halsband besteht meist aus Leder, Metall oder Gummi. Halsbänder erfüllen verschiedene Zwecke und kommen in verschiedenen Variationen, vom dekorativen bis zum rein funktionellen. Die meisten davon sind abnehmbar, aber es gibt auch welche, die  temporär geschlossen oder versiegelt werden. Normalerweise wird euer Halsband von eurem dominanten Partner designed, evtl. sogar selbst hergestellt oder zumindest ausgewählt.

BDSM Bereich

Im BDSM Bereich kann man davon ausgehen, dass das Tragen eines Halsbands bedeutet, dass der Träger zur devoten Seite zählt. Viele von uns tragen ihr Halsband um damit ihren Status und ihre Hingabe deutlich zu signalisieren.

In einer SM Beziehung hat das Halsband in etwas den gleichen Status wie ein Ehering in einer normalen Beziehung. Es zeigt, dass die sub dem Herrn gehört. Einige von uns tragen auch einfach nur ein symbolisches Halsband, wie etwa  ein Armband oder ein Fersenkettchen, welche von der Gesellschaft besser akzeptiert werden als ein Auffälliges. Gerade wenn die sub z.B. bei einer Bank, bei einem Arzt oder bei einem Anwalt arbeitet. Für viele subs ist es nicht ungewöhnlich, viele verschiedene Halsbänder für unterschiedliche Anlässe im Kleiderschrank zu haben. Auch hier bin ich schuldig…

Halsbänder im normalen Bereich

Heutzutage darf man natürlich nicht mehr davon ausgehen, dass jeder Mensch, den ihr mit einem Halsband seht, zur devoten Seite zählt. Gerade in der Schwarzen Szene, im Gothic Bereich und auch in der Punk Rock Szene sind Halsbänder einfach nur schicke Mode Accessoires, hier auch oft welche mit Stacheln.

Auch junge Mädchen, die noch zu überhaupt keiner Szene gehören tragen oft kleine, unauffällige Halsbänder aus Spitze.

Mein erstes Halsband
Mein erstes Halsband
Mein erstes Halsband

Hier erinnere ich mich, dass ich mir mein erstes Halsband mit 13 Jahren selbst gekauft habe. Es war mittelgroß, schwarz, und hatte Stacheln. Oder eher abgerundete Noppen, so dass man sich daran nicht selbst verletzen konnte.

Aber schaut am besten selbst. Ich habe ein uraltes Bild davon herausgesucht. Passend dazu trug ich eine Rasierklinge als Kette. Die war natürlich auch nicht wirklich scharf.
Lustig – wenn ich heute die grünen Träger sehe, erinnere ich mich daran, dass ich einen Bikini (keinen BH) darunter getragen habe, weil ich mich im Top sonst zu sehr dafür geschämt hatte, dass alles wackelt…

Art, Größe, Form, Material

Hier scheiden sich die Geister oft. Auch bei mir ist es momentan so, dass ich trage, was mir gerade in den Sinn kommt, da ich gerade unter keiner Herrschaft stehe. Ansonsten würde es natürlich ganz anders ablaufen!

Bei meiner Ausbildung, im Hause D., war es so, dass man sich ein Halsband erst verdienen musste. Und dass das Halsband sofort Auskunft über den Stand der sub gibt.

Da dies oft falsch verstanden wird, muss ich hier extra noch dazu sagen, dass es nicht so ist, dass unerfahrene subs kleine Halsbänder tragen, und erfahrene Große… Eher das Gegenteil ist der Fall. Darauf gehe ich aber später noch einmal ausführlich ein.

Bei mir war es eher so, dass der Grad der Ausbildung, durch das Material angezeigt wurde. Am Anfang Leder, normal schwarz, natürlich mit O-Ring. Später mit einem Schloss verschlossen, so dass ich es selbst nicht mehr abnehmen konnte.
Erst gegen Ende, nach erfolgter Ausbildung, war Metall erlaubt. Nach einer Weile war man übrigens so scharf auf ein Halsband aus Metall, dass dies die ganze Zeit über auch ein Anreiz war, seine Ausbildung möglichst gut zu erledigen. Was mir die ganze Zeit dabei nicht klar war ist, dass Halsbänder oder Reife aus Metall immer mit Inbus-Schrauben verschlossen werden, so dass man sie nicht mal einfach eben einfach so anlegen oder abnehmen kann.

Das verdammte Metall
Halsreif der O - Zofenausbildung
Halsreif der O

 

 

 

 

 

Wenn einem die ganze Zeit über, während der Ausbildung, suggeriert wird, dass Metall das Maß aller Dinge, das Ende der Ausbildung darstellt, ist man natürlich besonders gierig darauf, endlich diesen Stand zu erreichen.

Umso schockierter war ich, als ich mich bei der Sklavenzentrale angemeldet habe, und mich mit Gleichgesinnten austauschen konnte. Dort habe ich dann gesehen, dass manche sub so ein Halsband gleich zu Beginn ihrer Karriere von ihrem Herrn bekommen und war natürlich neidisch.

Heute, nach jahrelanger Erfahrung, bin ich allerdings wieder der Meinung, dass man sich das Halsband, durch entsprechende Fortschritte erst verdienen sollte.
Für unerfahrene subs, die mit Metall herumlaufen, gibt es sicherlich verschiedene Erklärungen. Zum Beispiel unsichere Herrschaften, die ihren Besitz gleich für alle deutlich kennzeichnen möchten. Und klar, das sieht ja auch gut aus. Aber heute bin ich der gleichen Meinung wie Herrin D., eine sub die mit Metall herumläuft, sollte sich am Ende nicht als Anfängerin herausstellen:

Was ich schon erlebt habe ist eine sub, mit Metall-Halsband, sogar einem Branding über beide Pobacken, deutlich als Sklavin, die so auf einer Veranstaltung herumlief, ein zwei Monate später alles geschmissen hat.

Da wünsche ich viel Spaß beim zukünftigen Schwimmen gehen… Auch eine Kennzeichnung, wie ein Tattoo oder ein Branding sollte gut überlegt sein. Aber dies ist ein anderes Thema.

Ich bin der Meinung, dass wenn man so weit ist, Metall zu tragen, was man selbst nicht entfernen kann, dann sollte dies auch durchdacht und von Dauer sein. Ich sage hier bewusst nicht endgültig…
Sprich wenn man soweit ist, und es bei der Arbeit nicht tragen soll oder darf, dann muss man halt einen Schal oder ein Halstuch darüber tragen – Abnehmen geht gar nicht. Dies ist aber nur meine Meinung.

Mein dritter Arztbesuch
Mein dritter Arztbesuch
Halsbänder bei einer Session

Wenn man noch ganz unerfahren ist und sich einschlägige Bilder im Internet ansieht, könnte man auf die Idee kommen: Ganz klar, je dicker das Halsband umso erfahrener die Sklavin!

Genau das Gegenteil ist der Fall. Die breiten Halsbänder sind sogenannte Trainings-Halsbänder:

Zum Sub Sein gehören ja nicht nur die drei Säulen der Ausbildung, sondern auch das korrekte Verhalten. Und gerade am Anfang neigt man noch dazu, oft verschämt nach unten zu schauen. Oder während man bespielt wird, zu schauen, was gerade mit seinem Körper passiert: Oh Gott, Klammern an den Brüsten, mit was schlägt er oder sie gerade zu?!

Um genau dies zu verhindern, gibt es breite Trainings-Halsbänder. Diese verhindern den Blick nach unten und bringen einem bei, dass egal was gerade passiert, stolz und zuversichtlich geradeaus zu blicken. Es ist ja auch ein Zeichen des Vertrauens…

Sinnesentzug
Sinnesentzug

Bei mir ist dies ziemlich lange her, aber natürlich habe ich ein entsprechendes Bild für euch davon gefunden…

 



Danke fürs Lesen and please cum again.

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redSubmarine{D|A}

2 Gedanken zu „Das Halsband“

  1. ein Kompliment meine liebe das du diesen Artikel wirklich so schnell und auch gut geschrieben hast, allerdings wäre es gut gewesen wenn du noch mal mehr auf die verschiedenen Stufen eingegangen wärst. aber ansonsten ist dir der Artikel wirklich sehr gut gelungen. Da du ja jetzt auch schon Branding und Tattoos angesprochen hast könntest du ja darüber auch etwas schreiben und wie deine eigene Meinung dazu ist.

  2. Stimmt. Anfänglich waren meine Lederhalsbänder auch wesentlich breiter um zu verhindern, mit den Blicken ständig der Eheherrin zu folgen, was sie vorhat. Heute sind es wohl an die 2 cm oder dann halt jenes aus Edelstahl, 3,5 cm abschliessbar. Jeweils mit Ring der O.

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